CUSO Graduiertenschule "Decolonial Linguistics" (18.-20.11.2026)
Die dekoloniale Sprachwissenschaft zielt darauf ab, zu verstehen, wie der Kolonialismus Praktiken und Konzepte in der sprachwissenschaftlichen Forschung geprägt hat, und hinterfragt die epistemischen Hierarchien, die das westliche Wissen prägen.
Im Rahmen ihres feldbasierten Ansatzes weist die dekoloniale Linguistik darauf hin, dass der Prozess der Dokumentation „einheimischer“ Sprachen Teil einer artefaktbezogenen Ideologie ist, und fordert in ihrem disziplinären Ansatz ein Umdenken darüber, was als Wissen und als wissenschaftliche Texte gilt.
Diese beiden Bereiche stehen im Mittelpunkt der Vorträge von Gastwissenschaftler*innenn und Doktorand*innen der Sprachwissenschaft und Anthropologie. Die Teilnehmenden können die vorbereitenden Texte lesen, um sich darauf vorzubereiten, über den Tellerrand ihrer jeweiligen Disziplin hinauszuschauen und so ein besseres Verständnis für die Vielfalt des kontextbezogenen Wissens zu erlangen.
Diese zweitägige externe Graduiertenschule bietet in der Schweiz ansässigen Doktorand*innen die einmalige Gelegenheit, an einer wichtigen internationalen Diskussion über Dekolonialisierung im akademischen Bereich teilzunehmen, mit dem Schwerpunkt Sprachwissenschaft.
Ort: Schloss Münchenwiler, Morat, Bern
Datum: 18. - 20. November 2026

